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Vergleich zwischen Website-Baukasten wie Wix und einem professionellen Webdesigner
KI-generiert
Web & Hosting 3 Min. Lesezeit

Wix, IONOS & Co. vs. Webdesigner: Was die Baukästen versprechen – und was wirklich rauskommt

KI-generiert · Diese Illustration wurde mit einem KI-Bildgenerator erstellt. Mehr dazu

Ich habe selbst mit einem Website-Baukasten angefangen – ich schreibe hier also nicht über Baukästen, sondern aus eigener Erfahrung damit.

Ich war selbst mal Wix-Nutzer. Das darf ich also sagen.

Was die Baukästen versprechen

Und fairerweise: Das Versprechen ist nicht vollständig gelogen.

Wix, IONOS, Squarespace – sie alle sagen dir dasselbe: Drag & Drop. Keine Programmierkenntnisse. In einer Stunde online. Professionell aussehend.

Das stimmt – unter bestimmten Bedingungen. Wenn du weißt, was du willst, schon mal mit Grafikprogrammen gearbeitet hast, dich um Dinge wie Abstände, Schriftgrößen und Kontraste kümmern magst, und Zeit hast, dich durch hundert Vorlagen und tausend Einstellungen zu klicken, dann kannst du damit was Brauchbares hinbekommen.

Das Problem ist: Die meisten kleinen Unternehmen, die ich treffe, haben das nicht.

Symbolbild für die Entscheidung zwischen Website-Baukasten und Webdesigner
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Was in der Realität passiert

Einer meiner ersten Kunden hatte sich selbst eine Website mit dem IONOS-Baukasten gebaut. Er hatte sich echte Mühe gegeben. Das war nicht faul gemacht. Aber das Ergebnis sah nach genau dem aus, was es war: eine Website, die zeigt, dass jemand versucht hat, eine Website zu bauen.

Schlechte Abstände, zu viele Farben, Texte, die niemand liest, kein klarer Fokus. Und trotzdem zahlte er jeden Monat für das IONOS-Paket.

Das ist kein Einzelfall. Es sind vier konkrete Probleme, die ich immer wieder sehe:

1. Die Eigenzeit wird komplett unterschätzt

Für eine wirklich ordentliche Website mit dem Baukasten brauchst du realistisch 20 bis 40 Stunden – nicht zwei. Das sind Abende und Wochenenden. Und das rechnet kaum jemand gegen die vermeintliche Ersparnis.

2. Das Ergebnis sieht oft nicht professionell aus

Vorlagen sind Vorlagen. Sie helfen beim Einstieg, aber sie ersetzen kein Gespür für Layout, Hierarchie und das, was einen Besucher wirklich zum Anrufen bringt.

3. Die Kosten sind nicht so niedrig wie gedacht

Wix Business kostet aktuell 17–25 Euro im Monat, IONOS je nach Paket 8–15 Euro (Stand: Juli 2026, Preise der Anbieter können sich ändern). Übers Jahr gerechnet: 100–300 Euro. Über drei Jahre: 300–900 Euro – ohne dass du irgendwas wirklich besitzt. Wenn du aufhörst zu zahlen, ist die Website weg.

4. DSGVO? Meistens ein Problem

Wix ist ein US-amerikanischer Anbieter. Datenschutzkonforme Einbindung von Google Fonts, Analytics, Kontaktformularen – das ist nicht automatisch gelöst. Und Datenschutzverstöße werden seit 2022 deutlich aktiver verfolgt.

3-Jahres-Kostenvergleich

Preise für Webdesigner + Hosting sind Endpreise – als Kleinunternehmer nach § 19 UStG weise ich keine Umsatzsteuer aus.

Symbolbild für den Kostenvergleich über drei Jahre
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Baukasten (IONOS/Wix):

  • Einmalkosten: keine
  • Laufende Kosten: 8–25 € im Monat
  • Summe über 3 Jahre: 290–900 €
  • Eigenzeit: 20–40 Stunden Aufbau, danach laufend
  • Ergebnis: variabel
  • Eigentum: bleibt beim Anbieter – wenn du aufhörst zu zahlen, ist die Seite weg

Webdesigner + Hosting:

  • Einmalkosten: 400–1.500 €
  • Laufende Kosten: 15–25 € im Monat (optional +50 € Wartungspaket)
  • Summe über 3 Jahre: 940–2.400 € (ohne Wartungspaket)
  • Eigenzeit: kaum
  • Ergebnis: gezielt auf dein Ziel
  • Eigentum: du hast die Seite

Ja, der Webdesigner ist auf drei Jahre gesehen teurer. Das ist ehrlich. Aber: Die Eigenzeit fehlt in der Baukasten-Rechnung fast immer. Und wer seinen Stundensatz als Handwerker oder Unternehmer kennt, merkt schnell, dass 30 Stunden Bastelarbeit an einer Website kein besonders gutes Geschäft ist.

Was genau du zahlst, hängt vom Umfang ab – ein einfacher Auftritt liegt am unteren Ende, ein Projekt mit mehr Funktionen weiter oben. Genau aufgeschlüsselt findest du das in meinem Artikel dazu.

Was meine Pakete konkret kosten

Wann ein Baukasten trotzdem Sinn macht

Hier muss ich ehrlich sein – das kommt vor.

Wenn jemand einen einfachen Online-Auftritt für ein Nebenprojekt braucht, keine Anfragen generieren will, sondern nur eine Visitenkarte im Netz haben möchte, und Lust hat, selbst reinzufummeln: dann ist ein Baukasten okay.

Ich sage das auch Kunden direkt, wenn ich das Gefühl habe, dass Wix für ihre Situation reicht. Nichts ist peinlicher als jemandem eine Website zu verkaufen, der sie eigentlich nicht braucht.

Aber für ein Handwerksunternehmen, das Anfragen aus der Region bekommen will? Da ist ein Baukasten meistens nicht der richtige Weg.

Symbolbild für eine ehrliche Einschätzung deiner Website-Situation
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