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Symbolbild für rechtssicheren Cookie-Banner
KI-generiert
Web & Hosting 3 Min. Lesezeit

Cookie-Banner: Was du wirklich brauchst (und was gerade abgemahnt wird)

KI-generiert · Diese Illustration wurde mit einem KI-Bildgenerator erstellt. Mehr dazu

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat 2021 949 Websites geprüft und 98 abgemahnt. Das Thema ist deshalb nicht neu, aber immer noch relevant.

Cookie-Banner nervt jeden. Dich als Betreiber genauso wie jeden Besucher, der erstmal wegklicken muss, bevor er lesen kann, was er eigentlich wollte.

Trotzdem: Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat Websites bereits systematisch durchgecheckt. 949 geprüft, 98 Abmahnungen verschickt (Stand: Untersuchung 2021, vzbv) – überwiegend an größere Anbieter wie Online-Shops. Grund genug, unabhängig davon kurz durchzugehen, ob deiner sauber ist.

Symbolbild für rechtssicheren Cookie-Banner
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Brauchst du überhaupt einen Cookie-Banner?

Nicht automatisch. Ein Banner ist nur nötig, wenn deine Seite Dinge lädt, die nicht rein technisch notwendig sind – zum Beispiel:

  • Google Analytics oder ähnliche Tracking-Tools
  • Google Fonts von Googles Servern (statt lokal eingebunden)
  • Facebook-Pixel oder andere Werbe-Tracker
  • Eingebettete YouTube-Videos oder Google Maps im Standardmodus

Wenn nichts davon bei dir läuft: Du brauchst wahrscheinlich keinen Banner. Wenn doch: weiterlesen.

Der häufigste Abmahngrund – und er ist leicht zu fixen

„Alles ablehnen" muss auf der ersten Ebene stehen.

Das ist der Fehler, der aktuell am häufigsten abgemahnt wird. Viele Banner zeigen „Akzeptieren" groß und bunt, und „Ablehnen" ist nur über „Einstellungen" oder einen zweiten Klick erreichbar. Genau das ist nicht rechtskonform. Beide Optionen müssen gleich einfach erreichbar sein, ohne Umweg.

Weitere häufige Fehler

  • Cookies laden, bevor jemand zugestimmt hat. Tracking-Skripte dürfen erst nach der Einwilligung starten, nicht schon beim Seitenaufruf.
  • Banner verdeckt das Impressum. Wenn der Banner den Zugang zu Pflichtseiten blockiert, ist das ein zusätzliches Problem obendrauf.
  • Kein „Ablehnen", nur „Akzeptieren" oder Wegklicken. Ein X-Symbol allein gilt nicht als Ablehnung.
  • Voreingestellte Häkchen. Kein Kästchen darf schon angehakt sein – aktive Zustimmung heißt aktiv, nicht „schon vorausgewählt".

Was ein Fehler kosten kann

Symbolbild für Bußgeldrisiko bei fehlerhaftem Cookie-Banner
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  • DSGVO-Bußgeld: Art. 83 DSGVO kennt zwei Rahmen, bis 10 Mio. Euro oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes und bis 20 Mio. Euro oder 4 % – was ein konkreter Fall kostet, entscheidet die Aufsichtsbehörde im Einzelfall
  • TDDDG (Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz, bis Mai 2024 TTDSG): § 28 TDDDG sieht für Verstöße gegen die Cookie-Einwilligung nach § 25 TDDDG Bußgelder bis zu 300.000 Euro vor
  • Dazu kommt meist eine Abmahnung mit eigenen Anwaltskosten, bevor überhaupt ein Bußgeld im Raum steht

Das sind Zahlen, die für ein kleines Unternehmen richtig wehtun – für ein Problem, das sich in einer Stunde beheben lässt, wenn man weiß, worauf man achten muss.

DSGVO-Kurzcheck: 6 Punkte, die du selbst prüfen kannst

Symbolbild für DSGVO-Kurzcheck-Checkliste
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  • „Alles ablehnen" ist auf der ersten Ebene des Banners sichtbar – kein Extra-Klick nötig
  • Kein Cookie- oder Tracking-Skript lädt, bevor zugestimmt wurde
  • Kein Häkchen ist vorab angehakt
  • Der Banner verdeckt nicht das Impressum oder andere Pflichtseiten
  • Es gibt eine Möglichkeit, die Einwilligung später wieder zu ändern oder zu widerrufen
  • Deine Datenschutzerklärung listet auf, was tatsächlich geladen wird (Analytics, Fonts, Videos etc.)

Wenn bei einem Punkt „nein" steht: kein Weltuntergang, aber ein guter Grund, das zeitnah anzugehen.

Muss ich das jetzt sofort ändern?

Die Cookie-Banner-Pflicht selbst könnte sich mittelfristig ändern – auf EU-Ebene gibt es Pläne, die Regeln zu vereinfachen. Beschlussreif frühestens Ende 2026, Inkrafttreten nicht vor 2027. Bis dahin gelten die aktuellen Regeln unverändert.

Ein zweites großes Compliance-Thema ist das Impressum – hier die Checkliste dazu.

Deine Website checkt noch jemand

Wenn du wissen willst, ob dein Cookie-Banner (und der Rest deiner Website) sauber aufgestellt ist, schau ich mir das gerne kurz an.

Kein Angebot, keine Verkaufsveranstaltung. Einfach ein kurzer Check, mit konkretem Feedback.

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Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Ich bin Webdesigner, kein Anwalt. Für eine rechtssichere Prüfung wende dich an einen Fachanwalt für IT-Recht.
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