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Alicia Denker auf einem Roller und Alexander Blank auf einem Motorrad während ihrer dreiwöchigen Fahrt durch Vietnam von Süd nach Nord
Persönliches 3 Min. Lesezeit

Oma, wir sind in der Zeitung! – Warum Heimkommen mehr bedeutet als ankommen

Als Unternehmer möchte ich auch abseits des Geschäfts Verantwortung in der Gemeinschaft übernehmen. Der Vortrag in Weyhe war mein erster Schritt dahin – und der Anlass für diesen Text.

Sieben Monate weg. Acht Länder. Kein Rückflugdatum, keine feste Route. Und dann: nach Hause.

Das klingt romantisch. Und für einen kurzen Moment war es das auch.

Was sieben Monate wirklich bedeuten

Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha, Malaysia, Singapur, China, Südkorea – von Anfang September 2024 bis Anfang April 2025. Wer jetzt an Strandfotos und Sonnenuntergänge denkt, liegt nicht komplett falsch. Aber er liegt auch nicht komplett richtig.

Denn da war auch die Lebensmittelvergiftung kurz nach der Ankunft in Malaysia. Der Klinikaufenthalt, der gar nicht so geplant war. Drei Wochen auf Motorrad und Roller durch Vietnam – vom Süden in den Norden, durch drei Klimazonen. Im Süden noch Topwetter. Im Norden: nassnass. Das Wasser lief bis in die Schuhe. Trocken wurden die nicht mehr so schnell.

Und trotzdem – oder vielleicht genau deshalb – hat diese Reise etwas verändert. Nicht spektakulär, nicht mit einem Knall. Eher schleichend. Wie Alicia es später sagen wird: „Das Ankommen ist ein schleichender Prozess."

Die Tickets waren weg, bevor wir damit gerechnet haben

Zurück in Weyhe wollten viele wissen, was wirklich passiert ist. Nicht die Instagram-Version. Die echte. Besonders die Generation, die nicht mit YouTube und TikTok groß geworden ist – die keine Reels über Bali konsumiert, aber echten Geschichten zuhört. Von echten Menschen, die sie kennen.

Also haben wir einen Vortrag organisiert. In der Kulturscheune in Leeste, unserer Bibliothek. Wir haben uns dabei nicht sicher gefühlt. Öffentlichkeit ist eigentlich nicht unser Ding. Wir machen lieber, statt viel darüber zu reden. Aber wir haben es gemacht.

Die Plätze waren nach wenigen Tagen ausverkauft. Und dann standen wir in den Lokalzeitungen. Kreiszeitung, Weser-Kurier – unser Gesicht, unsere Geschichte.

Meine Oma hat mich aufgeregt angerufen. Mehrfach. Dabei wohnen wir gerade bei ihr. In der Einliegerwohnung, in Lahausen. Wir haben bewusst auf eine eigene Wohnung verzichtet – wir wollen uns den Ballast nicht mehr ans Bein binden. Dass sie uns trotzdem immer wieder aufgeregt in der Zeitung entdeckt, sagt eigentlich alles.

Verbindlichkeit – und warum die einschüchternd war

Je mehr Aufmerksamkeit kam, desto mehr wuchs ein Gefühl, das ich nicht erwartet hatte: Verbindlichkeit. Aus einem kleinen Abend wurde eine Erwartungshaltung. Das war einschüchternd. Das darf ich ruhig so sagen.

Aber genau das gehört wohl dazu, wenn man Verantwortung in seiner Gemeinschaft übernehmen möchte. Wir haben sieben Monate lang gemerkt, dass wir nicht einfach irgendwo sein wollen. Wir wollen beitragen. Teil einer Gemeinschaft sein, in der man sich kennt, in der man sich hilft. Und in der man auch mal etwas zurückgeben kann.

Dieser Vortrag war genau das. Kein Selbstmarketing. Einfach ein ehrlicher Abend über das, was wir erlebt, verstanden – und manchmal auch einfach überlebt haben.

Der Abend war ein Erfolg. Nicht wegen uns – sondern wegen der Menschen im Raum.

Was das mit KI und Selbstständigkeit zu tun hat

Vielleicht fragst du dich, was das alles mit Webdesign und KI zu tun hat. Berechtigte Frage.

Wer sieben Monate lang ohne Büro, ohne feste Struktur und ohne Ablenkung lebt – und dabei merkt, was wirklich zählt – der sieht Werkzeuge wie KI-Tools oder digitale Prozesse mit anderen Augen. Nicht als Trend, dem man folgen muss. Sondern als echte Erleichterung, wenn man weiß, wofür man sie einsetzt.

Wir sind beide selbstständig geworden. Alicia hilft dabei, das Wohnen wieder lebenswert zu machen. Ich unterstütze kleine und mittlere Unternehmen dabei, digital weniger zu stressen und mehr zu erreichen. Konkret, ohne Buzzwords – mit Werkzeugen, die ich selbst täglich nutze und verstehe. Und die für viele noch eine Blackbox sind – nicht weil sie zu kompliziert wären, sondern weil bisher niemand die Zeit hatte, sie verständlich zu erklären.

Genau das will ich ändern.


Wenn du ein kleines Unternehmen führst und neugierig bist, was KI oder smarte digitale Prozesse bei dir konkret vereinfachen könnten – schreib mir. Kein Verkaufsgespräch. Einfach ein ehrliches Gespräch darüber, was bei dir gerade hakt und ob ich helfen kann.

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